Die Therapie der Eßstörung Magersucht ist sehr schwierig, da bei den Betroffenen oft die Krankheitseinsicht fehlt. Oft wird die Therapie der Magersucht im Krankenhaus eingeleitet, ein Grund dafür ist, daß die Betroffenen zu ihrem bisherigen Umfeld Abstand haben. Ist eine lebensbedrohliche Auszehrung vorhanden, werden die Betroffenen erst künstlich über eine Sonde ernährt oder es erfolgt zuerst eine Gewichtszunahme mit strikter Kontrolle der Nahrungsaufnahme. Parallel beginnt eine psychotherapeutische Behandlung, damit die Gefahr einen Rückfall zu erleiden, verhindert wird. Medikamentös wird die Therapie durch Gabe von Psychopharmaka unterstüzt. In leichteren Fällen erfolgt die Therapie mit einer ambulanten Psychotherapie. Ist die ambulante Therapie erfolglos, wird die stationäre Behandlung in einer Fachklinik für Psychosomatik eingeleitet. Das therapeutische Team muss eine Einheit gegenüber dem Betroffenen bilden, da die Betroffenen oft versuchen, die Therapie zu unterlaufen und das therapeutische Team gegeneinander auszuspielen. Die Rückfallsquote beläuft sich auf twa 20 %, viele Betroffene haben noch jahrelang Eßstörungen unterschiedlichen Grades. Eine Komplikation der Magersucht kann die Eßstörung Bulimie sein, bei der heimliche "Freßattacken" mit künstlich herbei geführten Erbrechen durchgeführt wird. Die Erkrankung Bulimie kann auch als eigenständige Krankheit auftreten. Bei leichteren Fällen der Bulimie erfolgt eine ambulante Psychotherapie. Zeigt die ambulante Therapie keinen Erfolg oder haben die Betroffenen einen hohen Leidensdruck erfolgt eine stationäre Psychotherapie. Bei beiden Arten der Eßstörung steht im Vordergrund die Psychotherapie, eine Behandlung für die Bewältigung seelischer Probleme, die hauptsächlich die Ursachen sind für die Entstehung der Eßstörungen.
Schlagworte: Magersucht; Therapie; Bulimie